Beihilfe (für Beamte)

Zwei Polizeibeamte neben einem Streifenwagen mit Blaulicht

Beihilfe – Staatliche Unterstützung für Gesundheitskosten bei Beamten

Die Beihilfe ist eine staatliche Kostenbeteiligung an Krankheits-, Pflege- und Geburtskosten für Beamte und deren Angehörige.

Warum ist die Beihilfe wichtig?

Beamte tragen ihre Gesundheitskosten nicht allein. Die Beihilfe übernimmt einen großen Teil, wodurch eine private Restkostenversicherung sinnvoll ist.

Was deckt die Beihilfe ab?

  • Anteilige Kosten für Arztbesuche
  • Krankenhausaufenthalte
  • Medikamente und Therapien

Wichtige Begriffe & Bausteine

  • Beihilfesatz – Er beträgt je nach Familienstand und Bundesland meist 50-80 % der Kosten.
  • Restkostenversicherung – Sie ist ein spezieller Tarif in der privaten Krankenversicherung, der exakt auf den Beihilfeanspruch von Beamten zugeschnitten ist. 
  • Beihilfeberechtigte Angehörige – Auch „berücksichtigungsfähige Angehörige” genannt, für die der Dienstherr ebenfalls einen Teil der Krankheitskosten übernimmt: Ehepartner, eingetragene Lebenspartner oder Kinder, solange für sie ein Anspruch auf Kindergeld besteht. 

Für wen ist die Beihilfe relevant?

  • Für Beamte
  • Für Beamtenanwärter
  • Für Angehörige von Beamten

Wann und wie greift sie?

Die Beihilfe greift, sobald der Beamte die Rechnungen für medizinische Ausgaben bei seinem Dienstherrn einreicht. 

Welche Beihilfesätze gibt es?

PersonengruppeBeihilfesatz (Regelfall)Restkosten-PKV

Kinder
80 %20 %
Ehepartner70 %30 %
Pensionäre70 %30 %
Aktive Beamte50 % (bei 2+ Kindern oft 70 %)50%

Häufige Missverständnisse

  • „Die Beihilfe ersetzt die Krankenversicherung.“ – Nein, hierbei handelt es sich nur um eine Teilkostenübernahme.
  • „Alle Kosten werden übernommen.“ – Falsch, ein Eigenanteil bleibt dennoch erhalten.
  • „Wenn ich Beihilfe erhalte, ist eine PKV nicht mehr nötig.“ – Doch, in der Praxis ist die private Krankenversicherung fast immer notwendig, um abgesichert zu sein.

Praxisbeispiele

Szenario 1 – Beamter (Lehrerin)

Eine verbeamtete Lehrerin erkrankt an einer schweren Bronchitis und muss mehrfach zum Arzt sowie zur Kontrolle in die Praxis. Zusätzlich werden Medikamente verschrieben.

👉 Gesamtrechnung:

Arztbesuche & Untersuchungen: 450 €
Medikamente: 150 €
Gesamt: 600 €

👉 Kostenübernahme:

Beihilfe (70 %): 420 €
Private Krankenversicherung (30 %): 180 €

👉 Ergebnis:
Die Rechnung wird vollständig übernommen, kein Eigenanteil für die Lehrerin.

Szenario 2 – Familie (Kind)

Ein Kind erleidet beim Sport einen Armbruch und wird im Krankenhaus behandelt. Es entstehen Kosten für Röntgen, Behandlung und Nachsorge.

👉 Gesamtrechnung:

Notfallbehandlung & Röntgen: 800 €
Gips & Nachbehandlung: 700 €
Gesamt: 1.500 €

👉 Kostenübernahme:

Beihilfe (80 %): 1.200 €
Private Krankenversicherung (20 %): 300 €

👉 Ergebnis:
Auch hier wird die Rechnung vollständig gedeckt, kein Eigenanteil für die Familie.

Checkliste vor Abschluss

  • Kennen Sie Ihren Beihilfesatz.
  • Wählen Sie gemeinsam mit uns die passende PKV.
  • Lassen Sie sich bei Fragen zur Rechnungsabwicklung unbedingt von uns beraten.
  • Gemeinsam vergleichen wir die möglichen Leistungen.

Weiterführende Themen

👉 Private Krankenversicherung
👉 Dienstunfähigkeitsversicherung

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